Poropat kündigt an: „Wir wollen den Deutschen Meister ärgern“

MBCDer krönende Abschluss folgt am Sonntag: Zum dritten und letzten MBC Event Game dieser Saison in der Arena Leipzig empfangen die Wölfe den Deutschen Meister FC Bayern München (Spielbeginn 15 Uhr).

06.03.2015 „Um einen Gegner wie den FC Bayern schlagen zu können, müssen zwei Dinge stimmen: Wir selbst müssen einen sehr guten Tage erwischen und Bayern einen schlechten – das müssen wir von unserer Seite provozieren. Dann ist die Chance da. Einmal ist immer etwas drin“, kündigt MBC-Trainer Silvano Poropat vor der mit Spannung erwarteten Partie im Rahmen des 25. Spieltages der Beko Basketball Bundesliga an.

Wie der Überraschungscoup gelingen könnte? „Wir müssen mit Freude an die Sache herangehen. Unser Ziel muss es sein, auf dem Feld eine Freude zu entwickeln, den FC Bayern zu ärgern. Das haben wir letztes Jahr geschafft, da hat es fast mit einem Sieg geklappt. Mein großes Ziel ist es, sie auch diesmal wieder zu ärgern.“ Ende Januar 2014 schrammten die Wölfe in der ausverkauften Arena Leipzig nur knapp an einem Überraschungssieg vorbei und mussten sich erst nach Verlängerung mit 90:97 geschlagen geben. Am Sonntag wird erneut eine große Kulisse erwartet: Im Vorverkauf konnten bereits über 4000 Tickets abgesetzt werden.

Das Starensemble aus München will in dieser Saison alles daran setzen, den im Vorjahr erstmals nach 1955 wieder gewonnen Meistertitel zu verteidigen. Nach Verletzungspech zu Saisonbeginn fand die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic im neuen Jahr so richtig zu ihrer Form und fegte die Gegner reihenweise dreistellig vom Parkett – und das ohne ihren etatmäßigen Topscorer Nihad Djedovic, der wegen eines ausgekugelten Ellbogens bis April ausfällt. In der Beko Basketball Bundesliga haben die Bayern zuletzt sieben Siege in Folge gewonnen und dabei im Schnitt 98 Punkte und 27 Zähler Vorsprung herausgespielt. In der Tabelle sind sie Dritter, mit 40 Punkten gleichauf mit Spitzenreiter Brose Baskets Bamberg.

Im Eurocup erreichte das Team um Nationalmannschaftskapitän Heiko Schaffartzik, den serbischen Vize-Weltmeister Vladimir Stimac und den amerikanischen Centerhünen John Bryant ungeschlagen das Achtelfinale. Dort setzte es allerdings am Mittwochabend mit der 58:80-Niederlage bei Titelverteidiger BC Valencia einen Rückschlag. Mit 23 verwandelten Drei-Punkte-Würfen stellten die Bayern im Spiel gegen Tübingen vor drei Wochen eine neue Bestmarke in der 49-jährigen Bundesliga-Geschichte auf. „Der FC Bayern ist derzeit das beste Team in der Liga. Sie haben nicht nur den größten Etat und perfekte Rahmenbedingungen, sondern auch einen unheimlich erfahrenen Trainer und tiefen Kader, wie ihn niemand sonst in der Bundesliga bieten kann“, beschreibt Poropat den Gegner. Vergangenes Wochenende verlängerte Erfolgstrainer Svetislav Pesic seinen Vertrag bis 2017.

Bislang sieben Mal standen sich beide Teams in Pflichtspielen gegenüber, die Bilanz spricht mit 5:2 Siegen für die Münchner. In drei Heimspielen gelang dem MBC ein Sieg, zweimal musste er sich knapp geschlagen geben, einmal davon erst nach Verlängerung. Die Korbdifferenz in den Heimspielen spricht mit 245:234 sogar für Wölfe. Den ersten Vergleich am 3. Oktober 2008 in der ProA entschied der MBC in München mit 81:66 souverän zu seinen Gunsten, ebenso das Rückspiel am 16. Januar 2009 in Weißenfels (84:64). Dies ist bis heute der letzte Sieg gegen die Bayern, die alle fünf Vergleiche in der Beko BBL gewinnen konnten, so auch das Hinspiel am 1. Spieltag dieser Saison mit 86:63 (43:34). Vladimir Stimac (14) bei den Gastgebern und Christian Standhardinger (10) beim MBC waren die besten Korbschützen ihrer Teams.

Wie bei jedem MBC Event Game in der Arena Leipzig wird die Partie von einem umfangreichen Unterhaltungsprogramm umrahmt. Der Basketballtag in der Arena Leipzig beginnt bereits um 9.30 Uhr mit der „kinder+Sport Basketball Academy“ in der Judohalle. In der Halbzeitpause werden 40 Tänzerinnen und Tänzer der ADTV Tanzschule Oliver & Tina aus Leipzig das Parkett rocken. Zudem wird MBC-Geschäftsführer Martin Geissler ein Zertifikat für die Unterstützung des Stipendienprogramms an die Firma DHL überreichen.

Autor: Dino Reisner